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ThyssenKrupp in Duisburg - Hamborn / Deutschland

Referenzanlage:

Firma ThyssenKrupp in Duisburg - Hamborn

• ThyssenKrupp ist einer der größten Technologie-Konzerne der Welt
• mehr als 199.000 Mitarbeiter zählen zum Konzern


Bidirektionale Dampf-Verrechnungsmessung

RWE betreibt auf dem ThyssenKrupp-Gelände ein GuD-Kraftwerk. Dabei wird unter andrem Prozessdampf an Thyssen geliefert und abgerechnet. Teilweise wird auch Dampf wieder von Thyssen an RWE zurück geliefert.


 

Randdaten der Dampfmessung

 

• Medium

Dampf

• Druck

17 bar (abs.)

• Temperatur

280°C

• Messbereich

0 - 200 t/h

• Messunsicherheit

10 - 200 t/h:

≤ ± 0,5 vom Momentanwert

6,5 - 10 t/h:

≤ ± 1,0 vom Momentanwert

4,0 - 6,5 t/h:

≤ ± 3,0 vom Momentanwert

• Betriebszeit

7.000 h pro Jahr

• Verfügbarkeit

≥ 99 %

Haupt-Durchflussrichtung
RWE-Thyssen


Technische Ausführung der Dampfmessung

Die Messung ist als Wirkdruckmessung mit einer an die DIN ISO 5167 angelehnte Venturi-Messstrecke ausgeführt. Da die Messung bidirektionale Massenströme erfassen muss, wurde sie symmetrisch aufgebaut.
Zur Erkennung der Durchflussrichtung wird ein Signal von der Leittechnik an das Rechenwerk (Dampfrechner) geschaltet. Um den Massedurchfluss bei geringster Messunsicherheit zu ermitteln, werden Druck, Temperatur, Durchflusskoeffizient, Expansionszahl und Temperaturgang der Drossel / Rohrleitung kontinuierlich erfasst und korrigiert.


 

Besonderheiten

Die Messkette, bestehend aus Wirkdruckgeber, Umformer-Station und Rechner, wurde auf einem akkreditierten Volumenprüfstand beidseitig kalibriert. Hierdurch wurde die Unsicherheit des Durchflusskoeffizienten des Wirkdruckgebers von 1,5 % (gem. DIN ISO 5167 ohne Nasskalibrierung) auf 0,1 % reduziert. Das Rechenwerk (der Dampfrechner) gibt den Druck, die Temperatur, den Massedurchfluss und den Differenzdruck als analoges Stromsignal 4-20 mA aus. Zusätzlich wird die Masse als Impuls-Signal zur Verfügung gestellt. Um eine Verfügbarkeit von ≥ 99 % zu erreichen, wurde die Messstrecke für die Haupt-Durchflussrichtung RWE-Thyssen redundant aufgebaut. Die geforderte Zusatz-Unsicherheit der Venturi-Messstrecke beträgt 0%.

 

1 = Schweißzapfen oder Klemmring-Anbindung
2 = Absperrmodul, 5-fach
3 = Prüfanschluss
4 = Absolutdruck-Messumformer
5 = Differenzdruck-Messumformer D311 mit hydraulischem Nullabgeich (dadurch langzeit- / nullpunktstabil)
6 = Dampfrechner (Durchfluss / Energie)
7 = Temperaturfühler (4-Leiter)


 Kalibrierung und Prüfungen

• Bei METRA Energie-Messtechnik GmbH wurden die mess- und rechentechnischen Funktionen der kompletten Station (Drucktransmitter und Dampfrechner) überprüft und protokolliert
• Bei WL / Delft Hydraulics in Delft, Niederlande wurde die gesamte Messstrecke einschließlich der kompletten Station in Anwesenheit der Firma METRA EMT und des Endkunden RWE eingemessen und dokumentiert